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Ratgeber · Sicherheit

Sturzprävention zuhause: Die 7-Punkte-Checkliste

Marco Degel 25. Januar 2026 2 Min

Stürze zählen zu den häufigsten Gründen, warum Menschen im Alter ihre Selbstständigkeit verlieren. Die gute Nachricht: Der größte Teil des Sturzrisikos ist beeinflussbar. Hier ist eine strukturierte Checkliste mit sieben Punkten, die ich mit meinen Kunden regelmäßig durchgehe.

1. Stolperfallen im Flur und Wohnraum

  • Teppichkanten fixiert oder entfernt
  • Kabel aus Gehwegen verlegt
  • Lose Läufer weg
  • Schuhe, Zeitungen, Katzenspielzeug aus Laufwegen raus

2. Beleuchtung

In Flur, Treppenhaus und Bad sollte auch nachts genug Licht sein. Nachtlichter mit Bewegungsmelder (20 € im Baumarkt) sind ein Minimaleingriff mit großer Wirkung.

3. Badezimmer

  • Anti-Rutsch-Matte in der Dusche oder Wanne
  • Haltegriffe dort, wo du sie brauchst (kein Scham, sondern klug)
  • Rutschfeste Fußmatte vor der Dusche

4. Schuhe

Offene Hausschuhe, abgetragene Sohlen und Schlappen sind mit die häufigste Sturzursache drinnen. Investiere in feste, rutschfeste Hausschuhe – ich empfehle Modelle mit Fersenkappe, die du beim Anziehen nicht mehr verlieren kannst.

5. Sehen und Hören

Brille und Hörgeräte regelmäßig prüfen lassen. Wer schlecht sieht oder hört, reagiert langsamer auf Unebenheiten und verliert das Gleichgewicht schneller.

6. Medikamente checken

Viele Medikamente (z. B. manche Blutdruck- oder Schlafmittel) können Schwindel fördern. Es lohnt sich, mit dem Hausarzt einmal jährlich die komplette Liste durchzugehen – Stichwort „Medikations-Check für Senioren”.

7. Gleichgewichtstraining

Der mit Abstand wirksamste Baustein. Wer 1–2 Mal pro Woche gezielt Balance und Kraft trainiert, kann das Sturzrisiko deutlich senken. Typische Übungen: Einbeinstand, sicheres Gehen über Unebenheiten, Richtungswechsel, Aufstehen aus dem Stuhl ohne Hände.

Tipp

Hängst du einen einfachen Zettel an die Tür mit den sieben Punkten, gehst du alle 2–3 Monate einmal durch. Die Umgebung verändert sich – dein Check mit.

Wenn du schon mal gestürzt bist

Dann ist gezieltes Training besonders wichtig. Nach einem Sturz baut sich Angst auf, die wiederum zu steiferen Bewegungen führt – und das Sturzrisiko erhöht. Einen einmaligen Sturz ohne Training einfach „hinter sich zu lassen” ist selten eine gute Strategie.

Wie ich Sturzprävention konkret aufbaue
Zur Leistung: Balance & Sturzprävention
Marco Degel – Personal Trainer für Senioren in München
Geschrieben von
Marco Degel

Personal Trainer für Senioren in München. Mehrjährige Erfahrung aus Hochleistungssport und Personal Training. Training bei dir zuhause – individuell, sicher und ehrlich.